Energiewendeprojekt Pankstraße Berlin
Nachhaltige Wärmekonzepte für die Zukunft
Die Energiewende ist mehr als ein politisches Schlagwort – sie ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Insbesondere bei der nachhaltigen Wärmeversorgung großer Bestandsgebäude und Gebäudeareale stellen sich zahlreiche Fragen: Welche Energieträger sind am besten geeignet? Wie lassen sich Erneuerbare Energien effizient nutzen? Wie können Energiekosten gesenkt und die Umwelt geschont werden?
Mehr als nur Technik: Das Gesamtsystem entscheidet
Ein herausragendes Beispiel für komplexe Energieeffizienzprojekte ist das gerade in Umsetzung befindliche Energiekonzept eines großen GSG-Gewerbehofes in Berlin mit unterschiedlichen Nutzungen: Büros, Werkstätten und Produktionsbereiche sind an diesem Standort auf 43.000m² Fläche vereint. Bisher versorgten Heizkessel auf Basis von Erdgas und Heizöl die Gebäude mit Wärme – ein teures und wenig nachhaltiges Modell.
Unsere Lösung setzt auf ein innovatives Zusammenspiel verschiedener Energieträger: Zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit jeweils 400 kW Heizleistung arbeiten Hand in Hand mit einer leistungsstarken Holzpelletsanlage (2 x 350 kW). Als Ausfall-Reserve wird ein Erdgas-Spitzenlastkessel mit 1.000 kW eingesetzt. Intelligentes Herzstück des Systems ist ein Pufferspeicher mit 30 m³ Speichervolumen, der die Energie bedarfsgerecht verteilt und aufgrund seiner besonderen Einbauten die unterschiedlichen Erzeugungsmassenströme optimal ausgleicht.
Ein gelungenes Energiekonzept geht über die Auswahl der Wärmeerzeuger und eine dazu passende Anlagenhydraulik hinaus. Eine umfassende Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sorgt dafür, dass alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. So entsteht ein System, das nicht nur effizient arbeitet, sondern sich auch flexibel an wechselnde Anforderungen anpassen kann.
Herausforderungen meistern – Innovationen vorantreiben
Die Umsetzung des Projekts ist eine technische Meisterleistung. Eine sehr begrenzte Aufstellfläche erforderte eine besonders clevere Anordnung der Anlagentechnik. Um den gesteigerten Bedarf an elektrischer Energie abzudecken, wurde eine neue Trafostation errichtet und ein separater Netzanschluss geplant.
Ebenso müssen Schallschutz-Anforderungen eingehalten werden. Aufgrund der Nähe zur umliegenden Wohnbebauung wurden detaillierte Untersuchungen durchgeführt.
Die Anlage ist in ein modernes Energiemanagementsystem (EMS) eingebunden, dass die kontinuierliche Optimierung des Anlagenbetriebes und damit Reduzierung des Primärenergieeinsatzes ermöglicht.
Mit diesem innovativen Ansatz zeigen wir, dass die Energiewende nicht nur ein notwendiger Schritt, sondern auch eine große Chance für Unternehmen und Immobilieneigentümer ist.
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